Hardy vom Ihlpol - vom Welpen zum Blindenführhund!

Im Sommer 2001 purzelte er, zusammen mit noch 7 Geschwistern, im Colliezwinger "vom Ihlpol" auf diese große, weite Welt!
Als Hardy 8 Wochen alt war, zog er nach Berlin in eine Patenfamilie. Bei ihnen wuchs er auf und lernte die Großstadt kennen. Schon von Kleinauf wurde Hardy überall hin mitgenommen, egal ob in den Park zum Spielen mit seinen Artgenossen oder in Einkaufszentren, Märkte, Fußgängerzonen und er lernte auch S-Bahn, U-Bahn, Straßenbahn und Bus kennen. Davon störte ihn nichts und er behielt stets die Ruhe. Und so konnte Hardy mit 14 Monaten beim Tierarzt zur Einstellungsuntersuchung vorgestellt werden. Hardy wurde vom Kopf bis zu den Pfoten durchgecheckt. Alles Okay! Der Tierarzt gab grünes Licht für die Ausbildung. Der zweite Umzug zu seiner Trainerin kam. Nun war die schöne Zeit des Erwachsenwerdens vorbei und es hieß: "Schluss mit Lustig!" Und die Ausbildung zum Blindenführhund begann.
Er lernte schnell und erfüllte mit großer Begeisterung die ihm gestellten Aufgaben.

Tracy mit dem H_Wurf von 2001!

Hardy mit acht Wochen in seinem Korb!

oberes Foto Tracy vom Ihlpol mit Welpen

unteres Foto Hardy als Welpe

Hardy und Susi im Bett!

Wir stehen am Bordstein!

Hardys Trainerin war von seiner Auffassungsgabe, seinem Umsetzungsvermögen und seiner Leichtführigkeit beeindruckt. Schon nach 4 Monaten rief sie an und sagte: "Ich brauche mit Hardy nicht mehr lange, in 8 Wochen kannst Du zum Einführhungslehrgang kommen." Gesagt, getan! Ende April 2003 fuhr ich nach Berlin und lernte nun meinen zukünftigen Begleiter richtig kennen. Zwar hatte ich Hardy zweimal besucht, doch nun sollte er ja für immer an meine Seite kommen!
Zuerst übten wir im Freilauf mit Hardy die neue Situation. Schließlich war da ja nun ein neues Frauchen, was auch noch das Kommando übernehmen wollte! Da Hardy ja von der ersten Minute an bei mir untergebracht war, akzeptierte er mich schnell. Hin und wieder setzte er sich zwar noch bei seiner Trainerin "bei Fuß", doch schon nach paar Tagen war das auch vergessen und er kam schon schwanzwedelnd zu mir.
Im Führgeschirr war es genauso. Anfangs mehrmaliges Umdrehen, dann lief er problemlos mit mir und drehte sich nicht mehr nach seiner Trainerin um. Wir trainierten reichlich 3 Wochen, 2 in Berlin und eine Woche in unserer Heimatstadt.
Nun sind wir ein "ECHTES TEAM" geworden. In der ersten Zeit, als wir uns langsam aber sicher zu einem Gespann entwickelten, gab es Höhen und Tiefen, Verständigungsschwierigkeiten und daraus resultierende Missverständnisse. Da ich kein "funktionierendes Hilfsmittel" möchte und habe, gibt es immer etwas zu lernen und es ergeben sich immer neue Aufgaben und Herausforderungen, an denen man noch mehr zusammenwächst und sich auf eine faszinierende Art und Weise vertraut, ergänzt und versteht!

Wir stehen an einer Ampel und wollen rueber!

Hatty und Hardy spielen!

Hardy zeigt eine Treppe an, abwaerts!

© Copyright Text/Fotos/Design by Berit & Dorit Wagner, Renate Reuße und Inge Harth zurück zu Ihlpol-Power